Merry Christmas / Frohe Weihnachten

The nativity scene decorates a private building, while Virign Mary statues are common, this is definitely unusual.

Merry Christmas to all of you!

Diese Krippe ist Teil der Fassade eines Wohn- und Geschäftshauses, mal was anderes als die üblichen Marienstatuen. 

Frohe Weihnachten euch allen!

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Coat of Arms / Wappen

Instead of 101 pictures of mist, fog and haze, I present a photo from my archive today. My research revealed that a combination of a lion with a crown and a stag represented the kingdom of Württemberg (in south-western Germany). Since the photo was taken in Bavaria, the building may have been an embassy in the past.

On the left side of the left shield you can see a decoration that looks like antlers. You’ll find those antlers on the Porsche logo too, because the Porsche logo is a combination of the Württemberg and Stuttgart coats of arms. The background is for Württemberg, the horse for the city of Stuttgart.

Statt Nebelbildern heute ein Foto aus dem Archiv. Dieses Wappen habe ich in userer Altstadt entdeckt. Etwas Recherche ergab, dass der Löwe und der Hirsch Wappentiere des Köngreichs Württemberg waren. Bei dem Gebäude wird es sich vermutlich um eine ehemalige Gesandtschaft handeln.

Auf der linken Seite des linken Schildes sieht man eine Dekoration, die Geweihe darstellt. Diese Geweihe finden sich auch auf dem Porschelogo, das eine Kombination der Wappen Württembergs im Hintergrund und Stuttgarts mit dem Pferd im Vordergrund ist.

Was man nicht alles entdeckt, wenn man erstmal zu suchen anfängt…

Stucco Vase / Stuckvase

Where do you think I found this large stucco vase? High up against the wall of a building, yes. But what building? An art gallery? A palace? A mansion? A museum?

It’s just to the left of this. Seriously!

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Rate mal, wo ich diese große Stuckvase gefunden habe. Hoch über dem Boden an der Wand, das ist klar, aber was für ein Gebäude? Eine Galerie? Ein Palast? Ein Herrenhaus? Ein Museum?

Sie ist links neben dem. Wirklich.

There are more vases in the building, but this is the only one where I saw a face and I only discovered the little bird on the left, when I looked at the photos closely. I am pretty certain it is not recognizable when you just stand in the building and look up.

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Es gibt noch mehr Vasen in dem Gebäude, aber das ist die einzige, auf der ich ein Gesicht gesehen habe und den kleinen Vogel links habe ich erst entdeckt, als ich zuhause die Bilder angeschaut habe. Ich bin mir ziemlich sicher, dass man ihn mit bloßem Auge vom Boden nicht erkennen kann.

Graffiti

These photos were taken on a run-down prime piece of real estate. City administration and citizens have been fighting over development plans for the area for over two decades now.

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Diese Fotos wurden auf einem heruntergekommen Areal in bester Lage gemacht. Stadt und Bürger kämpfen seit über zwanzig Jahren über die Bebauungspläne für dieses Gebiet.

Presently there are new plans that look quite insane to me, because – among other things – there is a one way street leading nowhere. Apparently city administration hopes that some day they will be able to continue the road through adjacent sites, but for the time being, they can’t.

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Gerade gibt es neue Pläne, die mir verrückt erscheinen, weil unter anderem eine Einbahnstraße ins Nichts geplant ist. Offensichtlich hofft die Stadt, die Straße irgendwann durch andere Grundstücke weiterführen zu können, aber erstmal geht das nicht.

If the development plans are stopped again, the shabby area will continue to provide some peace and quiet to people who live nearby. There is a large lawn and as you can see, artists have taken over decoration.

Otherwise we’ll probably end up with some buildings in odd modern design that don’t match the Medieval city at all and a road to nowhere.

Whatever happened to good sense?

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Wenn die Bebauungspläne erneut gestoppt werden, wird das Gebiet eine schäbige, kleine Oase für die Anwohner bleiben. Es gibt eine große Wiese und wie man sieht, sind Künstler dort aktiv.

Ansonsten werden wir wohl dort ein paar moderne Gebäude, die nicht zur mittelalterlichen Stadt passen und eine Straße ins Nichts dort hingebaut bekommen.

Was ist eigentlich mit dem gesunden Menschenverstand passiert?

Knocking on Heaven’s Door?

Well, maybe not here!

Since I don’t know the story behind the strange design, I’ll make one up.

Originally the face on the knocker was the face of a beautiful young lady, modelled partially after the smith’s daughter and partially after the angel sculptures that can be found in several nearby churches.

When the smith showed the complete knocker to the wealthy merchant who had ordered it, the merchant was outraged. He recognized the smith’s beautiful daughter and thought it was a disgrace to have an image of such a poor and unimportant person at his door for everyone to see. He felt insulted and told the smith to change the face into the face of someone famous, influential and clever.

The smith was confused about the request, but promised the merchant to comply with the order. He went back to his workshop and thought about his task. A powerful person certainly had to be a man, not necessarily a handsome man. Eventually the smith decided to make a face that was partially modelled after the merchant with his broad nose and curly hair and partially after the sculpture of a saint he had seen in one of the churches.

When he was done, he showed the knocker to the merchant again. His customer was delighted, he paid the talented smith well and had him mount the locker to his door for everyone to see and admire.

In the evening a priest walked by the door and immediately recognized the face was a combination of a saintly face and the face of the haughty businessman. “This is devil’s work,” he muttered under his breath and when he walked away horns and forehead creases appeared on the iron face.

Neither the smith nor the businessman ever noticed the change for the smith never passed by the house or worked for the merchant again. The businessman always had servants to open doors for him, of course.

Everyone else just saw the devil and considered himself warned.

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Also hier eher nicht.

Da ich die Geschichte dieses Türklopfers nicht kenne, denke ich mir eine aus.

Ursprünglich war das Gesicht im Türklopfer ein schönes, junges Mädchen, das der Schmied teilweise seiner Tochter und teilweise den Engelsskulpturen in den nahe gelegenen Kirchen nachempfunden hatte.

Als der Schmied den fertigen Türklopfer dem reichen Kaufmann zeigte, der ihn mit der Herstellung beauftragt hatte, war der Kaufmann empört. Er erkannte das Gesicht der Tochter des Schmieds und fand es beleidigend, das Bild eines so armen, unbedeutenden Menschen an seiner Tür zu haben. Er befahl dem Schmied das Gesicht zu verändern und eine berühmte, einflussreiche und kluge Persönlichkeit darzustellen.

Den Schmied verwirrte dieser Auftrag, aber er versprach dem Kaufmann, seinen Auftrag zu erfüllen. Er ging zurück in seine Werkstatt und dachte über die Aufgabe nach. Eine einflussreiche Person wäre sicher männlich, aber nicht unbedingt schön. Der Schmied entschied sich das Gesicht teilweise dem Kaufmann mit seiner breiten Nase und dem lockigen Haar und teilweise einem Heiligen, dessen Skulptur er in einer Kirche gesehen hatte, nachzuempfinden.

Als er fertig war, zeigte er den Türklopfer dem Auftraggeber erneut. Sein Kunde war begeistert, er bezahlte den talentierten Schmied großzügig und wies ihn an, den Türklopfer an die Tür zu montieren, wo ihn jeder sehen und bewundern konnte.

Abends ging ein Priester an der Tür vorbei und erkannte sofort, dass das Gesicht eine Kombination eines Heiligen mit dem hochmütigen Geschäftsmann war. “Das ist Teufelswerk!”, murmelte er und als er weiter ging formten sich Stirnfalten und Hörner auf dem geschmiedeten Gesicht.

Weder der Schmied noch der Kaufmann haben es je bemerkt, denn der Schmied ging nie wieder an der Tür vorbei und arbeitet auch nicht mehr für den Hauseigentümer. Der Kaufmann ließ sich die Türen selbstverständlich immer von Dienern öffnen.

Alle anderen sahen den Teufel auf der Tür und begriffen es als Warnung.